Technische Informationen

Strombelastbarkeit

T2 DIN EN 60998-1, Tabelle 2 (Auszug)
Beziehung zwischen Bemessungsanschlussvermögen und Prüfstrom
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In den technischen Daten wird eine Bemessungsstromstärke ausgewiesen, bei der unter Berücksichtigung des Bemessungsquerschnittes und der Umgebungstemperatur keine thermische Schädigung und keine Störung der Funktion auftritt. Der Bemessungsstrom ist ein Strom, den die Klemme bzw. Steckverbinder gleichzeitig durch alle Kontakte führen kann, ohne dass dabei die zulässige Grenztemperatur überschritten wird.

Den Bemessungsquerschnitten sind entsprechende Prüfströme zugeordnet (siehe Tabelle T2). Die zulässige Erwärmung von Klemmstellen wird je nach Art der Verbindung auf 45 K (nach DIN 60998-1, Erwärmungsprüfung bei Leiterplattenklemmen) bzw. auf 30 K (nach DIN 60512-5-1, Erwärmungsprüfung bei Steckverbindern) begrenzt.
Auf Basis der Erwärmungsprüfung und des Bemessungsquerschnittes wird in Anlehnung an DIN EN 60512-5-2, unter Berücksichtigung der oberen Grenztemperatur des Isolierstoffes, eine von der Umgebungstemperatur abhängige Strombelastbarkeitskurve (Basiskurve) ermittelt.

Für Leiterplattenklemmen wird die Basiskurve zur Ermittlung der Strombelastbarkeit herangezogen.
Für Steckverbinder wird die Basiskurve um den Faktor 0,8 (Deratingkurve) korrigiert.
Die zulässige Strombelastbarkeit richtet sich somit nicht nur nach der Klemmenkonstruktion, sondern auch nach dem Einsatz (Endanwendung) der Klemmen. Es sind die entsprechenden Gerätevorschriften z.B. DIN EN 60335-1 (VDE 0700-1) zu berücksichtigen.